Fallbeispiel Medizinmanagement
Der 50-jährige Gregor P. hatte keine Chance, den Frontalzusammenstoß zu verhindern: Ein entgegenkommender PKW war ins Schleudern geraten und rammte seinen Transporter. Im Krankenhaus stellten die Ärzte komplexe Verletzungen der unteren Extremitäten fest. Der Bruch des Brustbeins war das geringste Problem, viel mehr Sorge bereiteten den Ärzten die vielfachen Brüche des linken Unterschenkels: Das komplette Schienbein war von oben bis unten zertrümmert, und auch das Wadenbein hatte einiges abbekommen.
Nicht genug damit, komplizierte dann auch noch eine langwierige Entzündung des Knochens den Heilungsprozess erheblich. Als Gregor P. aus der stationären Behandlung entlassen wurde, waren fast 18 Monate vergangen. In dieser Zeit hatte der verheiratete selbständige Handelsvertreter und Vater zweier schulpflichtiger Kinder fast seinen kompletten Kundenstamm verloren. Die Prognosen der Ärzte zum Entlassungszeitpunkt waren schlecht: Selbst wenn es gelingen sollte, den nach wie vor bestehenden Infekt in den Griff zu bekommen, schätzten sie die Funktionsfähigkeit des linken Beines als dauerhaft um 4/7 gemindert ein. Als Handelsvertreter bestand angesichts dieser Situation für Herrn P. komplette Arbeitsunfähigkeit.
Kurz nach seiner Entlassung aus der Klinik wurde rehacare vom eintrittspflichtigen Haftpflichtversicherer um Unterstützung im Rahmen des Medizinmanagements gebeten. Die medizinische Situation war ohne Frage äußerst schwierig. Weitere Operationen kamen nicht in Frage. Die therapeutischen Bemühungen konnten sich nur auf eine Verbesserung der Bewegungsabläufe konzentrieren, damit Gregor P. wenigstens seine Arbeit wieder aufnehmen konnte.
rehacare schlug daher eine 4-wöchige stationäre Rehabilitationsmaßnahme in einer Spezialklinik für Sportverletzte vor. Der Haftpflichtversicherer war einverstanden und übernahm die Kosten für die Behandlung. In der Therapie wurde besonderes Augenmerk auf die Bewegungsverbesserung sowohl des oberen Sprunggelenkes als auch des Knies gelegt. Nach 4 Wochen intensiver und komplexer Behandlung hatte sich die Situation dann auch deutlich gebessert. Herr P. konnte wieder halbwegs beschwerdefrei stehen und gehen.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen ließ sich zwar eine dauerhafte körperliche Beeinträchtigung nicht verhindern, dennoch wurde das Ziel von Herrn P., die berufliche Tätigkeit als Handelsvertreter wieder aufzunehmen, erreicht. Zwischenzeitlich arbeitet Gregor P. bereits wieder über ein Jahr in seinem Beruf. Seine verlorengegangenen Geschäftsverbindungen konnte er zum größten Teil wieder aktivieren.
Zur Stabilisierung des erreichten Zustandes nutzt der Geschädigte auf Empfehlung von rehacare regelmäßig ambulante therapeutische Angebote. Im Hintergrund bleibt rehacare weiterhin Ansprechpartner für Herrn P., damit er im Falle einer Verschlechterung seines gesundheitlichen Zustandes erneut Unterstützung erhalten kann.

